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Zeit die Vitamin-D-Akkus aufzuladen

In unserem neuen Blog möchten wir uns dem für den Menschen unerlässlichen Vitamin D widmen. Da Vitamin D nicht ausschließlich durch Nahrung aufgenommen wird, sondern vor allem mit Hilfe von UVB-Strahlung gebildet werden kann, raten gerade in der dunklen Jahreszeit diverse Ärzte zu Vitamin-D-Tabletten. Vitamin D oder auch Cholecalciferol ist gerade für unsere Knochen unerlässlich. Vorwiegend ist Vitamin D dafür verantwortlich, dass der Knochenstoff Kalzium vom Darm ins Blut gelangt und zu den Knochen transportiert wird. Genau genommen, ist die Bezeichnung „Vitamin“ nicht vollkommen zutreffend, da wir duch genügend Sonnenlicht selbst in der Lage sind Cholecalciferol in der Haut herzustellen.

Man konnte schon vor geraumer Zeit feststellen, dass diverse Erkrankungen in sonnenreichen Gegenden wesentlich seltener auftreten als in sonnenarmen. Wesentlich dafür ist die Vitamin-D-Versorgung. Studien haben gezeigt, dass bei Menschen mit Vitamin-D-Mangel die Lebenserwartung niedriger ist, als bei jenen mit einer ausreichenden Versorgung.


Welche Erkrankungen können durch Vitamin-D-Mangel ausgelöst werden?

Ein Vitamin-D-Mangel führt mittelfristig bei Kindern zu Rachitis und bei Erwachsenen zu Osteomalazie, wodurch der Knochenaufbau erheblich gestört wird. Es gibt Studien, die davon sprechen, dass ein niedriger Vitamin-D-Spiegel sowohl bestimmte Krebserkrankungen – ein konkreter Zusammenhang mit Darmkrebs konnte bereits hergestellt werden – als auch das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen fördern. Außerdem kommt es vermehrt zu Stoffwechsel- und Autoimmunerkrankungen. Des Weiteren wird die Anfälligkeit für Infektionen erhöht. Es konnte gezeigt werden, dass das Immunsystem Vitamin D benötigt, um bestimmte Bakterien wie die Tuberkulose Erreger effektiv abtöten zu können.


Einfach mal raus gehen

Michael Holick, ein US-amerikanischer Endokrinologe, ist der Meinung, man sollte regelmäßig 18 bis 20 Prozent der Körperoberfläche der Sonne aussetzen. Da in unseren Breiten allerdings im Herbst und im Winter kaum UVB-Strahlung an der Erdoberfläche ankommt, sollte man versuchen eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung anderweitig herzustellen. Da der Sommer nun schon einige Monate her ist und Vitamin D lediglich mehrere Wochen bis Monate gespeichert werden kann, sind viele Forscher der Meinung, dass ungefähr 60 Prozent der deutschen Bevölkerung bereits unter einer leichten Form von Vitamin-D-Mangel leiden. Je kürzer die Zeit ist, die ein Mensch im direkten Tages- bzw. Sonnenlicht verbringt, umso größer wird der Bedarf an Vitamin D über die Nahrung.


Vitamin D aus der Nahrung schöpfen

Nur wenige Nahrungsmittel enthalten größere Mengen an Vitamin D. In sonnenarmen Gegenden trägt beispielsweise der Fettfischkonsum wesentlich zur Vitamin-D-Versorgung bei. Ohne Lachse, Makrelen und Heringe hätten die Innuits ganz im Norden ohne Sonne für Wochen und Monate kaum überleben können. Vitamin D in ausreichendem Maße findet sich außerdem in Innereien, Eiern und begrenzt auch in Milchprodukten. Auch Pilze können einen wesentlichen Beitrag zur Vitamin-D-Balance im menschlichen Körper leisten. Größer Lieferant von Vitamin D ist der Lebertran, dessen Einnahme als Nahrungsergänzungsmittel vor allem in Norwegen noch immer sehr weit verbreitet ist.

In vielen Ländern mit mäßiger Sonneneinstrahlung, langen Wintern und nur geringem Fettfischkonsum wird die Unterversorgung mit Vitamin D rege diskutiert. Eine Lösung besteht darin, Vitamin-D-haltige Lebensmittel täglich aufzunehmen und sich in den Sommermonaten auch täglich kurzen und intensiven Sonnenexpositionen auszusetzen, um eine ausreichende Reserve aufzubauen. Ein Solariumgang ist übrigens kein adäquater Ersatz, da man dort vor allem UVA-Strahlung ausgesetzt wird.

Des Weiteren wird in vielen Ländern seit geraumer Zeit die Anreicherung von Lebensmitteln mit Vitamin D angestrebt. Hierzulande wurde bereits Margarine mit Vitamin D angereichert, um eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen.

Selbstverständlich gibt es auch diverse Nahrungsergänzungsmittel, um den Vitamin-D-Haushalt im Gleichgewicht zu halten. Bei Präparaten mit 1000 Internationalen Einheiten am Tag ist ein positiver Effekt auf die Gesundheit definitv nachgewiesen. Eine wesentlich größere Menge sei allerdings nicht zu empfehlen, da eine Überdosierung zu einem ungesunden Anstieg der Kalziumkonzentration im Blut führen kann. Es ist allerdings nicht wahrscheinlich, dass man mit Präparaten den gesamten positiven Effekt des Sonnenlichts für die Gesundheit hat, denn mit dem Vitamin D aus der Sonne werden in der Haut noch andere Substanzen aufgebaut, deren Bedeutung man noch gar nicht genau kennt. Präparate haben allerdings auf jeden Fall einen positiven Effekt. Allerbestes Mittel ist und bleibt aber das herkömmliche Sonnentanken gepaart mit einer ausgewogenen Ernährung.  

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