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Heilfasten aktiviert Körper und Geist

Passend zur Jahreszeit, beschäftigt sich unser erster Blogeintrag mit der Fastenzeit. Zwischen Fasching und Ostern üben sich viele Menschen im Verzicht, auch wenn der ursprüngliche religiöse Hintergrund dabei immer weniger Rolle spielt. Hoch im Kurs stehen dabei die verschiedenen Methoden des Heilfastens.

Auch wenn es vielen Menschen dabei nur um eine Gewichtsreduktion geht, so ist das Heilfasten eine ganzheitliche Erfahrung für Körper, Geist und Seele. Die Ernährungspsychologie ist sich einig, dass beim Heilfasten ein körperliches Hochgefühl aufkommen kann. Viele Fastende schöpfen aus einer derartigen Kur viel Energie, werden emotional klarer und sind danach allgemein positiver eingestellt. Wenn das Hungergefühl erst mal überwunden ist, wird vielen Personen klar, was man alles zu sich nimmt und in Wahrheit gar nicht benötigt.

Zu erwähnen sei auch, dass jeder Körper anders auf eine Fastenkur reagiert. Deshalb sollte man sich sehr gut darauf vorbereiten und bei Bedarf auch ärztliche Begleitung in Anspruch nehmen. Wir haben einige beliebte Methoden zum Heilfasten etwas genauer unter die Lupe genommen:


Heilfasten nach Otto Buchinger:


Das klassische Heilfasten wurde vom Arzt Otto Buchinger im 19. Jahrhundert entwickelt. Dieser sieht eine Vorbereitung von ein oder zwei Tagen vor, an denen man sich entweder auf Reis oder Gemüse beschränkt. Des Weiteren sollte man in regelmäßigen Abständen aufgelöstes Glauber- oder Passagesalz zu sich nehmen, um den Darm zu reinigen. Während der Fastenkur selbst nimmt man täglich rund 250 Kilokalorien in Form von Obst- und Gemüsesäften, Gemüsebrühe, Kräutertees und Mineralwasser zu sich. Die Kur von Otto Buchinger sieht auch tägliche Bewegung und Entspannungsübungen vor. So sollen vor allem auch belastende Verhaltensweisen geändert werden.


F.-X.-Mayr-Kur:


In Österreich erfreut sich die sogenannter F.X.-Mayr-Kur großer Beliebtheit bzw. gibt es eine große Anhängerschaft dieser. Der Kurarzt Franz Xaver Mayr, dem diese Methode des Heilfastens zu verdanken ist, sah schon von jeher Verdauungsprobleme als „die Wurzel allen Übels“. Bei der F.X.-Mayr-Kur soll das Verdauungssystem weitgehend geschont werden, indem leicht verdauliche, kalorienarme Kost auf dem Speiseplan steht. Mit Bittersalz und Wasser oder Kräutertee werden schließlich die Schadstoffe aus dem Körper geschwemmt. Bekannt wurde die Therapie als Milch-Semmel-Kur, doch für Mayr war die Art der Ernährung wesentlich bedeutsamer als das Nahrungsmittel selbst. Neben der Schonung, der Säuberung, der Schulung – auch Kautraining und Informationen zu gesunder Ernährung sind in der Kur beinhaltet – ist die Substitution ein wesentlicher Punkt der Therapie. Um einer Mangelernährung vorzubeugen, ist eine zusätzliche Gabe von Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen unerlässlich.


Basenfasten:


Beim Basenfasten geht es vorwiegend darum, der Übersäuerung des Körpers entgegenzuwirken, welche dem Konzept zufolge durch Stress und falsche Ernährung entsteht. Entscheidet man sich für jene Art des Heilfastens muss man für die ausgewählte Zeit sowohl auf Fleisch, Wurst, Weißmehl, Süßes und Milchprodukte als auch auf Alkohol und Kaffee verzichten. Obst und Gemüse sowie Wasser und Kräutertee stehen dafür auf dem Speiseplan. Zwischendurch können auch Oliven, Mandeln und Dörrobst gegessen werden.


Heilfasten mit Schüßler-Salzen:


Basenfasten wird oftmals auch mit der Einnahme von Schüßler-Salzen kombiniert. In homöopathischer Dosierung werden dabei bis zu 12 verschiedene Mineralsalze zu sich genommen. Dies sorgt nicht nur für einen Ausgleich des Mineralhaushalts, sondern soll auch dem Stoffwechsel wichtige Impulse geben. Welche Salze für jemanden geeignet sind, hängt individuell von jedem Typ ab. Es gibt beispielsweise spezielle Kuren für Nervenbündel, Gefühlsmenschen, Powertypen oder Harmoniebedürftige. Eine genauere Recherche sollte im Vorhinein durchgeführt werden.


Fit werden beim Fasten:


Ganz egal für welche Art des Fastens Sie sich entscheiden – wichtig ist die richtige Durchführung. Heilfasten erfordert in jedem Fall ein gewisses Maß an körperlicher Bewegung und ausreichend Ruhe. Hält man sich an die richtige Anwendung kann man wertvolle Impulse setzen und eingefahrene Gewohnheiten ändern. Auch wenn es ein enormes Maß an Disziplin erfordert, so kann sowohl der Körper als auch der Geist gestärkt von dieser Erfahrung hervorgehen.

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