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Grünlippmuschel - Eine Miesmuschel erobert die Welt

Durchaus als bemerkenswert können wissenschaftlichen Entdeckungen bezeichnet werden, welche sich mit der Entwicklung von unterschiedlichen Krankheitsbildern in verschiedenen Teilen dieser Erde beschäftigen. Die Liste der Auswirkungen von schlechten Ernährungsgewohnheiten scheint beinahe unendlich. Wissenschaftler stoßen allerdings auch immer wieder auf positive und beeindruckende Erscheinungen in Zusammenhang mit bestimmten Ernährungsweisen.

Andere Länder, andere Sitten

So lässt sich vom vermehrten Verzehr von rohem Sushi und Fisch in Japan beispielsweise direkt darauf schließen, dass es dort in der Bevölkerung wesentlich seltener zu Prostatakarzinomen kommt. Der hohe Anteil an Omega-3-Fettsäuren nimmt eine wichtige Schutzfunktion in diesem Zusammenhang ein.

Weiters besteht auch eine Verbindung zwischen chronischen Dickdarm-Entzündungen und dem Genuss von Olivenöl. Menschen aus Mittelmeerländern erkranken wesentlich seltener an Colitis ulcerosa.

In diesem Beitrag möchte ich mich mit einem weiteren kulinarischem Phänomen und deren Auswirkungen beschäftigen – der neuseeländischen Grünlippmuschel.

Erkundigt man sich bei der Volksgruppe der Maori nach rheumatischen Erkrankungen wie Arthrose, werden viele von den Ureinwohnern Neuseelands wohl nur ahnungslos mit dem Kopf schütteln. Die Maori verzehren seit Jahrhunderten die nährstoffreiche Grünlippmuschel, die in den sauberen Küstengewässern Neuseelands zu Hause ist. Als Mediziner herausfanden, dass Gelenkserkrankungen oder auch Alterssteifigkeit bei den an den Küsten lebenden Ureinwohnern praktisch unbekannt waren, begann man sich intensiver mit der sogenannten „Perna canaliculus“, die auch als Grünschalmuschel bezeichnet wird, zu beschäftigen.

Zusammensetzung und Wirkungsweisen

Schnell fand man allerhand pharmatzeutisch interssante Bestandteile, bei den zur Familie der Miesmuscheln gehörenden Weichtiere. So stieß man beispielsweise auf Glycosaminoglykane. Die Aminozuckerverbindungen, die auch in der Gelenkflüssigkeit zu finden sind, machen die Muschel vor allem für die Gesunheitswissenschaften interessant. Die Zuckerverbindungen beinhalten des Weiteren Hyaluronsäure, welche einen wichtigen Bestandteil des Bindegewebes darstellt, Heparinsulfat, ein körpereigener Vielfachzucker, der auch zur Blugerinnungshemmung verwendet wird, und Chondroitinsulfat, eine Zuckerverbindung, die Flüssigkeit in den Knorpeln bindet und für die Federung der Gelenke verantwortlich ist. Aber nun genug von der chemischen Zusammensetzung, interessant sind vor allem die Wirkungsweisen der Grünlippmuschel.

Zum einen enthält die Nahrungsquelle der Maori einen beachtenswerten Anteil an Omega-3-Fettsäuren, die im Zusammenspiel mit den Zuckerverbindungen entzündungshemmend und abschwellend wirken. Dadurch wird nicht nur die Beweglichkeit gefördert, sondern auch indirekt zur besseren Nährstoffversorgung der Gelenke beigetragen.

Des Weiteren können die Inhaltsstoffe den Körper beim Aufbau von Bindegewebe, Gelenkknorpel und Gelenksflüssigkeit unterstützen. Dies spielt vor allem bei Krankheitsbildern wie Osteoarthritis eine wesentliche Rolle, da durch Grünlippmuschel-Extrakt der Abbauprozess der Gelenkknorpel gehemmt werden kann.

Die verbesserte Bildung von sogenannter Gelenkschmiere, bewirkt eine Stabilisierung zwischen den Zellen. Im konkreten Fall der Gelenke fungiert die Gelenkflüssigkeit als Füllmittel für freien Raum und dient so als Puffer oder Stoßdämpfer. Außerdem wird der Grünlippmuschel eine schmerzlindernde Wirkung nachgesagt.

Entscheidet man sich, aus welchen Gründen auch immer, für eine Grünlippmuschel-Kur, spielen Nebenwirkungen nur eine untergeordnete Rolle. Solche hängen in erster Linie mit Verdauungsstörungen und Blähungen zusammen. Veröffentlichte Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass Grünlippmuschel-Extrakt magenfreundlich ist, und aus pharmakologischen Versuchen geht hervor, dass es weder toxisch noch teratogen ist.

Die besonderen Wirkungsweisen der Grünlippmuschel haben sich bereits weltweit herumgesprochen. Die Wildbestände der Muschel stehen in Neuseeland schon seit geraumer Zeit unter Schutz. Aufgrund der hohen Nachfrage wird die begehrte Miesmuschel heute in großen Aquakulturen gezüchtet. Jedes Jahr werden in etwa 60.000 Tonnen davon geerntet. Davon wird eine große Menge als Feinkost exportiert. 10 Prozent der Jahresernte werden für pharmazeutische Zwecke und für Zwecke der Nahrungsergänzung gefriergetrocknet und als Pulver in Tabletten oder Kapseln angeboten, so auch im Online Shop von Aktiv Naturheilmittel. 

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