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Erster Vorsatz 2017: Gifte ausscheiden

Erster Vorsatz 2017: Gifte ausscheiden

Alle Jahre wieder genieße wohl nicht nur ich die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel in vollen Zügen. Nach den zahlreichen Feierlichkeiten mit überdurchschnittlichem Alkoholgenuss, dem üppigen Weihnachtsbraten, der einen oder anderen Zigarette und diversen anderen Verführungen, erscheint eine Entgiftung des Körpers zum Start ins neue Jahr als quasi unumgänglich.

Wer sich jedenfalls dazu entschließt 2017 mit einer Grundreinigung des Körpers zu beginnen, dem soll dieser Text als kleine Stütze dienen. Die einen sprechen von Entgiften, die neue Generation nennt es Detoxen, eine einheitliche Begriffsdefinition für den Reinigungsvorgang gibt es nicht. Innerhalb der Kurverfahren existieren allerdings zahlreiche unterschiedliche Ansätze und Methoden, die meisten basieren auf der naturheilkundlichen Theorie, dass das Säure-Basen-Gewicht im Körper aus der Balance geraten kann und dieses für ein gesundes Körperbewusstsein ausgeglichen sein muss.

Säure-Basen-Haushalt ausgleichen

Lebensmittel, die wir über die Feiertage in reichlichem Ausmaß zu uns genommen haben, wie Fleisch, Zucker und Brot bilden im Körper Säuren, welche unsere Stoffwechselorgane stark zu spüren bekommen. Die basische Ernährung im Gegensatz dazu beinhaltet Produkte wie Obst, Gemüse, frische Kräuter oder auch Sojaprodukte, welche die Säuren im Körper ausgleichen soll. Entgiftungskuren haben den Zweck Säuren und Gifte, die über Lebensmittel, aber auch über Umwelteinflüsse aufgenommen werden, im Körper zu binden und anschließend auszuscheiden.

Forscher haben herausgefunden, dass beim Fasten rund fünf Prozent geschädigter Körperzellen abgebaut werden. Durch eine Entgiftungskur wird also Platz gemacht für neues Zellgewebe. Die Giftstoffe, die im Fettgewebe eingelagert sind, werden durch den Nahrungsverzicht aus den Zellen gelöst und über die Entgiftungsorgane Leber, Darm, Niere, Lunge und Haut ausgeschieden. Der Darm wird dabei kräftig durchgeputzt und das Hautbild kann sich durch die Entwässerung deutlich verbessern. Heilfasten-Papst Otto Buchinger beschreibt den Prozess folgendermaßen: „Der wahre Kern kommt heraus. Der innere Ruhepunkt wird entdeckt, eben die innere Heimat.“ Das sind doch gute Aussichten.

Für welche Kur man sich schlussendlich entscheidet, ist natürlich jedem selbst überlassen. Man sollte sich auch immer bewusst sein, dass derartige Fastenrituale bzw Entgiftungsprozesse kein Teil der Schulmedizin sind. Die Annahme des sogenannten „Säure-Basen-Haushaltes“ im Körper ist vor allem in der Homöopathie und Naturheilkunde angesiedelt. Nichtsdestotrotz, die Zahl an Anwendern mit positiven Ergebnissen ist enorm.

Hier ein kurzer Überblick über die am weitesten verbreiteten Entgiftungskuren:

Mayr-Kur: Die vier Säulen der F.X. Mayr Kur sind Schonung, Säuberung, Schulung und Substitution. Im Vordergrund steht die Darmentgiftung und Entschlackung. Neben den Mayr-typischen Dinkelsemmeln, die mit Milch oder Joghurt verzehrt werden, besteht die Kur vorwiegend aus Trennkost. Auf Kohlenhydrate wird wenn möglich gänzlich verzichtet. Fleisch, Fisch und Gemüse stehen allerdings auf der Speisekarte. Zur Kur gehören auch diverse Pillen und Pulver. Bittersalz sorgt für Darmentleerung, Basenpulver beugt Hungerattacken vor. Wichtige Bestandteile des Programmes sind auch Massagen, Bauchbehandlungen und Sport. Die Mayr-Kur sollte keinesfalls ohne ärztliche Begleitung bzw. professionelle Betreuung durchgeführt werden.

Thalasso-Therapie: Bei der Thalasso Kur wird mit den Inhaltsstoffen des Meeres gearbeitet. Der Körper soll mit Algen, Mineralstoffe und Spurenelementen wie Natrium oder Jod gereinigt werden. Ein wichtiger Bestandteil des Entschlackungsprogramms sind Meerwasser-Trinkkuren. Ergänzend wirken sollen Schlickbäder und Algenpackungen sowie Algenpräparate zur Nahrungsergänzung (Spirulina und Chlorella). Meersalz und Alginate sind in der Lage Schadstoffe im Körper zu binden und auszuleiten.

Master-Cleanse: So nennt sich der derzeitige Promi-Trend aus Hollywood. Bei dieser Kur wird man die Giftstoffe lediglich mit einer Limonade aus Zitronen, Ahornsirup und Cayennepfeffer los. Das Programm dauert lediglich drei Tage, doch ernährt man sich in dieser Zeit lediglich flüssig. Von der Limonade werden sechs bis zwölf Gläser am Tag getrunken, zusätzlich wird noch viel Wasser empfohlen. Außerdem sollte täglich ein Abführtee zu sich genommen werden. Die Kur wird erfolgreich bereits seit 1941 angewandt, Nachteil ist, dass die Tage ohne Essen nur schwer zu verkraften sind, der Hunger ein Dauerbegleiter ist und die Stimmung in den Keller sinken kann.


Basenfasten, Schüssler-Salze, Detox-Yoga oder die ölige Panchakarma Kur, sind noch weitere von unzähligen Entgiftungskuren, die einem heutzutage immer wieder über den Weg laufen und zu denen sämtliche Informationen leicht zugänglich sind. Wie oben bereits erwähnt, sollte sich jeder gründlich informieren bevor er ein derartiges Programm startet, da jede Kur selbstverständlich eine ungewohnte Belastung für den Körper darstellt.

Egal für welche Entgiftungskur man sich im Endeffekt entscheidet, wichtig ist eine natürliche, nachhaltige und vielfältige Ernährungsumstellung. Außerdem sollte jede Kur mit ausreichend Bewegung verbunden werden. Zur Anwendung gebracht werden, sollte Tee aus kontrolliert biologischem Anbau und nur natürliche Nahrungsergänzungsmittel. Hilfreich für jede Kur sind auch basische Badezusätze.


In diesem Sinne, fröhliches Entgiften im neuen Jahr!

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